Viele Vermieter denken beim Thema Kartenzahlung zunächst an Einzelhandel, Gastronomie oder Handwerksbetriebe. Tatsächlich gibt es jedoch auch für private und gewerbliche Vermieter Situationen, in denen ein Kartenlesegerät sinnvoll sein kann.
Vor allem bei kurzfristigen Zahlungen, Vermietungen auf Zeit oder der persönlichen Übergabe von Immobilien wird bargeldloses Bezahlen immer wichtiger. Doch lohnt sich die Anschaffung eines Kartenlesegeräts wirklich? Und für welche Vermieter ist ein mobiles Terminal sinnvoll?
Inhalt
- 1 Warum Kartenzahlung auch für Vermieter interessant wird
- 2 Vermieter als Unternehmer: Zahlungsausfälle vermeiden
- 3 Für welche Vermieter lohnt sich ein Kartenlesegerät?
- 4 Was kostet ein Kartenlesegerät?
- 5 Mobile Kartenlesegeräte als flexible Lösung
- 6 Kartenzahlung schafft Vertrauen
- 7 Fazit: Für manche Vermieter überraschend sinnvoll
Warum Kartenzahlung auch für Vermieter interessant wird
Die Erwartungen von Mietern haben sich verändert. Viele Menschen zahlen heute nahezu alles per Karte oder Smartphone. Bargeld wird zunehmend seltener genutzt, insbesondere bei jüngeren Zielgruppen. Gleichzeitig akzeptieren immer mehr Unternehmen und Dienstleister Kartenzahlungen als Standard.
Für klassische monatliche Mietzahlungen ist ein Kartenlesegerät zwar meist ungeeignet, da Überweisungen weiterhin die effizienteste Lösung darstellen. Anders sieht es jedoch bei einmaligen oder spontanen Zahlungen aus.
Typische Anwendungsfälle sind:
- Nachzahlungen bei Nebenkostenabrechnungen
- Schlüssel- oder Transponderersatz
- Zahlungen bei Ferienwohnungen
- Kurzzeitvermietungen und Monteurwohnungen
- Stellplatz- und Garagenvermietungen
- Schadensersatzforderungen bei Wohnungsübergaben
- Gebühren für Zusatzleistungen
Gerade bei persönlichen Terminen kann eine sofortige Kartenzahlung den Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren.
Vermieter als Unternehmer: Zahlungsausfälle vermeiden
Viele Vermieter kennen das Problem: Eine offene Forderung ist eigentlich gering, verursacht aber einen unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand.
Muss beispielsweise ein verlorener Haustürschlüssel ersetzt werden oder entstehen kleinere Kosten nach einer Wohnungsübergabe, folgen häufig:
- Rechnung erstellen
- Zahlungserinnerung versenden
- Zahlungseingang kontrollieren
- Mahnungen schreiben
Mit einem mobilen Kartenlesegerät kann die Zahlung direkt vor Ort erfolgen. Die Forderung ist sofort erledigt und muss nicht weiter verfolgt werden.
Für welche Vermieter lohnt sich ein Kartenlesegerät?
Ferienwohnungsvermieter
Wer Ferienwohnungen oder möblierte Apartments vermietet, profitiert besonders stark von Kartenzahlungen. Viele Gäste erwarten mittlerweile die Möglichkeit, mit Karte oder Smartphone zu bezahlen.
Gerade internationale Gäste verfügen oftmals nicht über ausreichend Bargeld. Mobile Kartenlesegeräte ermöglichen hier eine professionelle Zahlungsabwicklung direkt beim Check-in oder Check-out.
Vermieter von Monteurwohnungen
Monteurunterkünfte werden häufig kurzfristig gebucht. Kautionen, Zusatzleistungen oder Verlängerungen lassen sich unkompliziert direkt vor Ort abrechnen.
Hausverwaltungen und größere Vermieter
Auch Hausverwaltungen können von Kartenzahlungen profitieren, etwa bei:
- Ausweisen von Nachzahlungen
- Verkauf von Ersatzschlüsseln
- Gebühren für Dokumente oder Bescheinigungen
Private Vermieter mit wenigen Wohnungen
Wer lediglich ein oder zwei Wohnungen vermietet und sämtliche Zahlungen per Überweisung erhält, benötigt in der Regel kein Kartenlesegerät.
Was kostet ein Kartenlesegerät?
Die Einstiegskosten sind heute deutlich geringer als noch vor wenigen Jahren.
Moderne Anbieter ermöglichen bereits den Kauf einfacher Geräte für unter 100 Euro. Alternativ können Terminals gemietet werden. Die monatlichen Kosten beginnen teilweise bei unter 15 Euro. Hinzu kommen Transaktionsgebühren pro Zahlung.
Bei geringem Zahlungsvolumen sind Kaufmodelle häufig wirtschaftlicher. Wer regelmäßig Kartenzahlungen verarbeitet, fährt mit professionellen Miet- und Servicepaketen oft günstiger.
Mobile Kartenlesegeräte als flexible Lösung
Besonders interessant für Vermieter sind mobile Geräte mit WLAN oder integrierter SIM-Karte.
Diese können beispielsweise genutzt werden:
- bei Wohnungsbesichtigungen
- bei Übergabeterminen
- in Ferienimmobilien
- in vermieteten Garagenanlagen
- bei Außenterminen
Moderne Terminals akzeptieren neben Girocard auch Kreditkarten sowie Apple Pay und Google Pay.
Kartenzahlung schafft Vertrauen
Ein oft unterschätzter Faktor ist die Professionalität.
Wer digitale Zahlungsmöglichkeiten anbietet, wirkt auf viele Mieter moderner und serviceorientierter. Gleichzeitig werden Zahlungen automatisch dokumentiert und lassen sich leichter nachvollziehen.
Auch in vielen Diskussionen rund um Kartenzahlungen zeigt sich, dass Verbraucher zunehmend erwarten, zwischen Bargeld und Kartenzahlung wählen zu können. Fehlende Kartenzahlungsmöglichkeiten werden von vielen Kunden inzwischen als Nachteil wahrgenommen.
Fazit: Für manche Vermieter überraschend sinnvoll
Für die klassische Wohnraummiete bleibt die Banküberweisung die wichtigste Zahlungsart. Dennoch gibt es zahlreiche Situationen, in denen ein Kartenlesegerät den Alltag von Vermietern vereinfachen kann.
Besonders bei Ferienwohnungen, Monteurunterkünften, Garagenvermietungen oder persönlichen Übergabeterminen können Kartenzahlungen Zeit sparen, Zahlungsausfälle reduzieren und die Professionalität erhöhen.
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